Ausgewählte Artikel
Referat von Herr Prof. Dr. Hansjörg Seiler
Eidgenössisches Versicherungsgericht
IGM-Stamm 3. November 2008
Trennung, Scheidung,
Familienrecht und Sozialversicherung
Luigi R.: So schlug mich meine
Frau
Artikel
im BLICK vom 15.Oktober 2008
Luigi ist über 100
Kilo schwer, ein grosser Mann. Ein Mann, der sich zu wehren weiss. Eigentlich.
Doch Luigi wird von seiner Frau geschlagen.
Etwas mehr als eine
Woche ist es her, da forderte Michel Craman, Präsident des Zürcher Vereins
«Mannschafft», ein
Männerhaus für Zürich. Wie bitte? Ein Männerhaus, ein Zufluchtsort für Männer
also,
die von ihrer Frau geschlagen und
missbraucht werden?...
Das
Scheidungskind im Loyalitätskonflikt
von Dr. phil. Liselotte Staub
Zeigen Scheidungskinder
Widerstand gegenüber Besuchen beim getrennt lebenden Elternteil,
hat dieses Verhalten Ursachen. In
der Regel ist die Verweigerung nicht Ausdruck der Beziehung
zwischen dem Kind und seinem
getrennt lebenden Elternteil, sondern Ausdruck eines
Loyalitätskonflikts. Insbesondere
wenn das Verhältnis zwischen den getrennten Eltern sehr
angespannt und konfliktbeladen
ist und das Kind oft die Erfahrung macht, dass sich die beiden
Eltern feindselig gesinnt sind,
kann die Parteinahme für einen Elternteil und die Distanzierung
vom anderen Elternteil eine
Bewältigungsstrategie darstellen.
Induzierte Elterliche
Entfremdung
(Parental
Alienation)
von Dr. phil. L. Staub
Im Zusammenhang mit einem enormen
Anstieg von Anschuldigungen des sexuellen Missbrauchs bei Sorge- und
Besuchsrechtsstreitigkeiten von Scheidungseltern, prägte 1987 der amerikanischer
Psychiater und Scheidungsforscher Richard Gardner das Konzept des Parental
Alineation Syndrom (PAS). Seither haben eine Anzahl Scheidungsforscher und
Rechtsvertreter eine grosse Varietät von Ursachen und Lösungen dieses wachsenden
Problems diskutiert, aber auch kritisiert: Die Verwendung des Begriffs
„Syndroms“ als Symptomgruppe für ein typisches Krankheitsbild ist umstritten,
ebenso sehr die Konnotation von PAS und Anschuldigungen von sexuellem
Missbrauch. Hingegen ist es unbestritten, dass dass einzelne psychisch belastete
Eltern im Zusammenhang mit einer konflikthaften Trennung bewusst oder unbewusst
darauf hinarbeiten, dass das Kind den Kontakt und die Beziehung zum anderen
Elternteil aus eigenen Stücken verweigern. Aus diesem Grund ist es der Sache
dienlicher, im Deutschen Sprachraum den Begriff „induzierte Elterliche
Entfremdung“ zu verwenden
Aus dem
Bundesgericht: Sozialhilfe-Schulden nach der
Trennung
Mutter zahlt
allein zurück
Nach der Trennung
war eine Frau mit ihrem Kind arm dran und erhielt deshalb Geld von der Fürsorge.
Bis die Ehe
endgültig geschieden wurde, waren es insgesamt 81'064 Franken.
Was geschieht
nun, wenn die Frau diese Fürsorgegelder später zurückzahlen muss oder
will?
Muss der Ex –
Gatte dann die Hälfte übernehmen?
Eine Betroffene
ging vor Gericht und verlangte: Wenn mein Kind dereinst mündig ist, soll der
Vater noch länger Alimente zahlen, bis er die Hälfte (also 40'532 Franken)
abbezahlt habe.
Damit ist die
Frau unterlegen, sie muss die Schulden alleine abtragen.
Bundesgericht,
Urteil 5C.77/2006
Vom
14.12.06
Lizenzarbeit
von Simone Burkhardt
Fragebogen-Untersuchung
zu Gefühlen nach einer Trennung
Sehr geehrte
Mitglieder der IGM Bern
Im April/Mai letzten Jahres habe
ich für meine Abschlussarbeit in Psychologie eine Fragebogen-Untersuchung
durchgeführt, bei der auch Ihr Verein teilgenommen hat.
Viele Mitglieder haben sich die
Zeit genommen, den Fragebogen auszufüllen und einzusenden, und ihnen möchte ich
an allererster Stelle herzlich dafür danken. Sicher ist es nicht allen
leichtgefallen, über ihre Gefühle Auskunft zu geben, daher weiss ich es
besonders zu schätzen, dass dennoch viele teilgenommen haben und mit ihrem
Beitrag diese Untersuchung ermöglicht haben.
Nun da die Arbeit fertig ist –
mit Studium und Familie geht alles ein wenig länger – möchte ich Ihnen auch
berichten, um was es in dieser Untersuchung gegangen ist und zu welchen
Ergebnissen sie geführt hat.
Mit dem Fragebogen wurden
bestimmte Gefühle und Gedanken im Zusammenhang mit einer Trennung vom
Partner/von der Partnerin untersucht. Im Zentrum des Interesses standen dabei
Scham- und Schuldgefühle. In der psychologischen Forschung werden Schuldgefühle
und insbesondere auch Schamgefühle, wenn sie längerfristig (wiederholt oder
chronisch) erlebt werden, mit verschiedenen psychischen Problemen wie Ängsten,
psychosomatische Erkrankungen oder Depressivität in Verbindung gebracht.
In dieser Studie sollten
einerseits der Zusammenhang zwischen Schamgefühlen und Depressivität und
Schuldgefühlen und Depressivität im Kontext einer Trennung nachgewiesen werden.
Andererseits sollte auch getestet werden, ob wiederholtes Nachdenken (Grübeln,
oder fachpsychologisch: Ruminieren) über die Trennung ein mögliches Bindeglied
zwischen Scham und Depressivität sein könnte, also dass Grübeln dazu führt, dass
Schamgefühle eine depressive Stimmung fördern.
Beide Annahmen konnten in dieser
Untersuchung bestätigt werden. Schamgefühle und Schuldgefühle erwiesen sich
beide als mit Depressivität verbunden, Schuldgefühle jedoch nur dann, wenn auch
Scham vorhanden ist. Und es zeigte sich auch, dass Grübeln zum Teil (aber nicht
vollständig) die negativen, depressivitätsfördernden Auswirkungen von
Schamgefühlen erklärt.
Die Auswertung ergab im
weiteren, dass die Scham- und Schuldgefühle der Befragten zum Zeitpunkt der
Untersuchung im Durchschnitt nur gering ausgeprägt waren. Dabei zeigten sich
aber deutlich stärkere Scham- und Schuldgefühle bezüglich der eigenen Kindern
als bezüglich der Familie und der Freunden.
Auch das Ausmass der
Depressivität, des Grübelns und des Vermeidens von Gedanken über die Trennung
(als Gegensatz zu Grübeln) war relativ gering. Dagegen fielen die Ärgergefühle
resp. Gefühle der Enttäuschung, aber auch Gefühle von Stolz über das Erreichte
nach der Trennung, hoch aus. Ein Grossteil der Betroffenen, darunter viele
Frauen, stellten zudem eine persönliche Weiterentwickung oder Reifung durch die
Trennung an sich fest.
Diese Ergebnisse könnten
bedeuten, dass entweder (im Durchschnitt) wenig Scham-, Schuldgefühle und/oder
Depressivität nach einer Trennung erlebt werden, oder dass viele der Befragten
die Trennung vom Partner/von der Partnerin weitgehend überwunden haben (im
Mittel lag die Trennung der Befragten bereits viereinhalb Jahre zurück) und die
positiven Gefühle wieder überwiegen.
[Falls Interessierte mehr über
diese Arbeit lesen möchten...könnten Sie das ergänzen, evt.
streichen]
Mit freundlichen Grüssen
Simone
Burkhardt
Die Sorgen geklagt
Ein unbequemer Bürger
auf Besuch bei Regierungsrat Claudius Graf-Schelling
St.
Galler Tagblatt v. 09.12.2004: "Die Sorgen geklagt"
Thurgauer Zeitung v. 09.12.2004: "Sind die Väter die Dummen?"
Unterstützungsantrag des
SVAMV (Schweiz. Verband alleinerz. Mütter und Väter)
( Beitrag von Pfr. Christoph
Jungen, Kirchenthurnen )
Liebe IGM-
Leute
Heute erhielt ich an mein
Pfarramt den Jahresbericht der SVAMV (Schweiz. Verband alleinerz. Mütter und
Väter) verbunden mit Unterstützungsantrag zugestellt.
Gut, dass es das gibt. Aber
was ich dann an Hauptartikeln im Jahresbericht las, hat mir den "Nuggi
rausgeknallt".
Deshalb möchte ich euch unten
stehend meine E-Mail -Reaktion zu Händen des SVAMV nicht
vorenthalten.
Mit bestem Dank für die gute
Arbeit (insbesondere auch Gratulation für die neu gestaltete Website!) und
freundlichem Gruss
Pfr. Christoph
Jungen
Kirchenthurnen
Besuchsrecht-Verweigerung
(
entdeckt von IGM ZH )
Nachstehender Artikel wurde gestern, 14.9.2004 im
Anzeiger des Bezirks Affoltern am Albis publiziert. Bemerkenswert daran ist der
Umstand, dass der vom Gericht bestellte Gutachter wie auch Prof. Dr. Remo Largo,
Leiter der Abteilung für Wachstum und Entwicklung am Kinderspital Zürich und
Publizist verschiedenster Bücher (Babyjahre, Kinderjahre, glückliche
Scheidungskinder) sich namentlich vom Journalisten im Artikel zitieren
liessen.
Nehmt Euch vielleicht die Zeit um den langen Artikel zu
lesen.
Und alles immer «zum Wohle des Kindes»...
Zusammenfassung
der Zerrüttungsgeschichte einer Kleinfamilie im Bezirk Affoltern
Arbeitslosenversicherung
ALV – Taggeld Frauen sind nach Scheidung / Trennung
privilegiert
Personen,
die wegen Scheidung oder Trennung in eine finanzielle Notlage geraten, und
deshalb gezwungen sind eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen, geniessen eine
Vergünstigung: sie müssen nicht, wie jeder andere Stellenlose, während zwei
Jahren vor der RAV – Anmeldung 12 Monate gearbeitet haben. Bedingung für dieses
Sonderrecht ist jedoch eine fristgerechte Anmeldung beim Arbeitsamt innert eines
Jahres nach der Trennung / Scheidung. Wer diese Frist verpasst, wird erst dann
Taggelder der Arbeitslosenversicherung beanspruchen können, wenn er / sie zwölf
Monate gearbeitet haben und dann stellenlos werden.

